Stimmt die neue Meldung?
20 Minuten · mit Abstand nach dem Medienbogen · alle Angaben sind erfunden
Schließe zunächst deine alten Lösungen. Antworte in kurzen Sätzen oder erkläre mündlich. Es geht um deine Begründung, nicht um möglichst viel Text.
1 · Erst selbst prüfen · 8 Minuten
Beitrag A: „Unsere Schule will nur noch digitale Bücher! 80 Prozent sind dafür.“ Der Beitrag hat 600 Likes.
Original B: Protokoll einer freiwilligen Befragung in der Bücher-AG: 20 Mitglieder nahmen teil. 16 wünschen sich eine zusätzliche digitale Ausgabe der AG-Lektüre. Nach der Meinung der gesamten Schule wurde nicht gefragt.
Beitrag C: Eine andere Seite wiederholt den Satz aus A und nennt A als einzige Quelle.
Beobachtung D: Die Schulbibliothek bestätigt unabhängig, dass die AG nach einer zusätzlichen Ausgabe gefragt hat. Sie hat die Stimmen nicht selbst gezählt.
- Was lässt sich aus B wirklich schließen? Vergleiche mit A.
- Sind C und D unabhängige Belege für „80 Prozent der Schule“? Begründe für beide getrennt.
- Formuliere eine passende neue Überschrift und entscheide, ob du A so weitergeben würdest. Begründe. Was lässt sich über eine absichtliche Täuschung sagen?
2 · Begründungen vergleichen · 5 Minuten
Vergleicht zu zweit eure Aussagen zur Gruppe und zur Frage. Markiere eine Stelle, an der ihr verschieden urteilt. Einigt euch nicht einfach auf die längere Antwort: Zeigt den passenden Beleg. Die Lehrperson klärt anschließend die zentrale Unterscheidung.
3 · Eine Stelle verbessern · 5 Minuten
Verbessere eine ungenaue Aussage mit einem Beleg. Wenn alles trägt, begründe, warum die Likes daran nichts ändern.
Neuer Fall: 9 von 12 Mitgliedern der Robotik-AG möchten einen zweiten Termin. Ein Post sagt: „Drei Viertel der Schule wollen mehr Robotik.“ Schreibe eine sachlich passende Überschrift. Benenne, welche zusätzliche Information die Aussage über die ganze Schule überhaupt erst prüfen ließe.
4 · Nächsten Schritt wählen · 2 Minuten
Zeige deine verbesserte Formulierung. Benenne bei Bedarf eine offene Stelle: Gruppe, Frage oder Unabhängigkeit. Daran knüpft die nächste kurze Hilfe an. Persönliche Medienerfahrungen musst du nicht offenlegen.
