IuM Lernwerk 7 – Informatik und Medienbildung
Lehrpersonen · ALG-1Erprobungsfassung

ALG-1 · Durchführungsplan für den ersten Unterrichtseinsatz

45 Minuten · Lehrerimpulse, Hilfen und Anschlussdiagnose. Briefing als Vorlesetext öffnen · Zur Lernaufgabe

Auftrag, Referenz und Grenzen

Maßgebliche Durchführungsfassung für den ersten Einsatz von „Welche Route trifft die Station?“. Sie konkretisiert die veröffentlichte Lernendenfassung 2.3 und den vorhandenen Reihenkommentar. Revision 2.2 zieht die erste eigene Ausführung nach kurzer Vorhersage in die ersten zehn Minuten; der Editor bleibt unverändert.

Verbindlich: Snap! in der Lernwerk-Ansicht, Rover-Rahmung, Station x = 20, 45 Minuten mit 10 + 10 + 15 + 10 Minuten. ALG-1 bleibt Teil der 405 Programmierminuten innerhalb der 36 Jahres-UE. Eigene Routenentscheidung, Vorhersage vor dem Lauf, ein gebündeltes Lernprodukt und Datei-Rückkehr bleiben erhalten.

Konkretisierung durch Codex: kurze Einzelvorhersage vor dem Austausch, feste Zwischenkontrolle während der Eigenarbeit und fünf Minuten Dateiroutine. Keine Abweichung von den vier Zeitfenstern. Lerngruppe, Gerätezahl und Routine mit Safari-Dateien sind noch unbekannt; der Ablauf setzt startbereite Geräte voraus. Tatsächliche Eingangsdiagnose, Unterrichtsergebnisse und Zeitmessung liegen nicht vor.

Bildungsplananschluss: vorhandene 36-UE-Planung auf Basis der im Projekt dokumentierten Anhörungsfassung vom 21.09.2026; Wiederaufnahme der festen Wiederholung aus 5/6, Vorbereitung des Programmlesens und der späteren Kontrollstrukturen. Keine neue Behauptung über den inzwischen verbindlichen Planstatus. Fachprofil: bestehender Arbeitsstand Sek I/IuM, keine erfundene neue Fachprofilfreigabe.

Ziel und sichtbares Ergebnis

Die Lernenden sagen den Ablauf einer festen Wiederholung voraus, unterscheiden Anweisungen innerhalb und außerhalb der Schleifenklammer und verändern ein Programm zielgerichtet. Sie begründen den Ablauf an Zwischenpositionen und an einem veränderten Fall.

Eine richtige Endzahl allein genügt nicht: Sie kann geraten oder aus dem Lauf abgeschrieben sein. Deshalb bleibt die erste Vorhersage sichtbar und jede Person erklärt mindestens einmal den Umfang der Schleife.

Ein Lernprodukt pro Person: eine kurze Notizseite mit erster Vorhersage, B-Ablaufskizze samt Positionen, eigener Route und einem Erklärungssatz zum neuen Fall. Die Positionen stehen direkt in der Skizze; keine zusätzliche vollständige Tabelle, kein eigener Reflexionsbogen und keine weitere Exit-Abgabe. Dazu gehört die gespeicherte XML-Projektdatei. Bei einem gemeinsamen Gerät darf die Datei gemeinsam sein; die individuelle Erklärung bleibt nötig.

Vor der Stunde vorbereiten

  • Lernendenauftrag ALG-1 und Startprojekt im Editor bereitlegen. Zu Beginn den Auftrag mit beiden Programmen projizieren, danach den Editor. Anfangs nur lesen lassen.
  • Auf einem tatsächlichen Schulgerät in Safari vorab prüfen: Projekt laden, Stapel anklicken, x ablesen, Schrittmodus bedienen, Datei speichern und über Datei öffnen zurückholen. Den realen Ablageort und gegebenenfalls den schulischen Dateinamen einmal festlegen. Mac und iPad haben unterschiedliche Dateidialoge; eine konkrete Dialogfolge ist hier noch nicht bestätigt.
  • Papier/Heft oder vorhandene digitale Notiz nutzen. Keine neuen Konten oder Uploadpflichten für diese Stunde einführen; die vereinbarte Kennung genügt im Dateinamen.
  • Die zentrale Sicherung nur für die spätere Besprechung bereithalten. Sie ist öffentlich erreichbar und keine geschützte Musterlösung.
  • Bei Partnergeräten: Eine Person bedient zunächst B, die andere prüft die Vorhersage; vor der eigenen Änderung von A wechseln. Beide notieren und erklären selbst. Bei Einzelgeräten erfolgt nur der kurze spätere Vergleich zu zweit.

Verlauf · 45 Minuten

ZeitLehrperson und ImpulsLernhandlung und Beobachtung
0–2Station zeigen: „Der Lieferrover soll bei 20 ankommen. Zwei Programme stehen bereit. Welchem würdet ihr die Lieferung anvertrauen?“ Start bei 0, Blickrichtung rechts und Bedeutung eines Schritts knapp klären.Situation erfassen; Programme zunächst lesen. Das Koordinatensystem wird hier auf eine waagerechte Strecke reduziert.
2–5„Sage für A und B den Endort voraus. Wie oft erscheint jeweils ‚Ende‘? Noch nicht ausführen.“Jede Person notiert ihre Vermutung. Auch eine falsche Vorhersage bleibt als Ausgangspunkt stehen.
5–10„Prüft A: Trifft diese Route die Station?“ Projekt öffnen, nur den Stapel mit drei Zehnerschritten anklicken. Bei 30: „Welche Bewegung führt über die Station hinaus?“Erste eigene Ausführung mit der Vorhersage vergleichen. Noch keine fertige Reparatur oder vollständige B-Spur vorsagen.
10–15A noch einmal gemeinsam langsam verfolgen. Bei Bedarf Schrittmodus verwenden und bis zur nächsten Bewegung weitergehen; keine feste Klickzahl versprechen. „Wo steht er jetzt? Was kommt als Nächstes?“Vorhersage mit 0 → 10 → 20 → 30 vergleichen; A-Positionen knapp ergänzen. Zwischenwerte am x-Wert kontrollieren.
15–20„Warum kommt ‚Ende‘ einmal, obwohl drei Bewegungen stattfinden?“ Einen Lernenden den Klammerbereich erklären lassen. Danach Auftrag B und eigene Route knapp mündlich bündeln.Anweisung nach der Schleife erklären. Erste Korrektur mit Begründung, statt die ursprüngliche Vermutung zu löschen.
20–27B selbst bearbeiten lassen. Nach etwa vier Minuten kurz hinsehen: „Zeig mir in deiner Skizze, was sich wiederholt.“ Bei Partnergeräten beide Personen ansprechen.B vorhersagen, ausführen, Ablauf mit Kästen/Pfeilen und markiertem Wiederholungsteil skizzieren; 0 → 10 → 15 → 20 direkt eintragen.
27–35„Ändere A so, dass es bei 20 endet. Wiederholungszahl und Schrittweite entscheidest du. Mindestens zwei gleich große Bewegungen. Wie unterscheiden sich Anzahl und Länge deiner Bewegungen von B?“ Keine Zahlenlösung vorgeben.Erst eigene Route vorhersagen, dann testen. Bei Partnergeräten Bedienrolle wechseln. Sicheren Lernenden als freiwillige Vertiefung eine zweite Route mit anderen Zwischenpositionen anbieten.
35–37„Zeigt euch Skizze und eigene Route. Erklärt die Klammer und verbessert eine unklare Stelle.“ Bei fehlendem Partner übernimmt die Lehrperson kurz.Qualität an markierter Wiederholung und passenden Positionen prüfen. Unterschied zwischen gleichem Endort und gleichem Weg benennen.
37–40Neuer Fall, zunächst ohne Lauf: „B fährt zuerst 10, dann dreimal 5. Wo endet es? Warum zählt die erste 10 nur einmal?“Jede Person sagt 25 voraus, prüft und ergänzt einen Erklärungssatz. Lehrperson liest/hört gezielt Begründungen, nicht nur die Zahl.
40–45Kurze Sicherung bündeln; geändertes Projekt über Datei speichern als ALG-1_Kennung.xml sichern. Anschließend Datei öffnen und die eigene Route kontrollieren lassen.Datei am vereinbarten Ort wiederfinden, wieder öffnen, eigene A-Werte prüfen und den Stapel ausführen. Ein Download allein gilt noch nicht als erfolgreiche Rückkehr.

Die Sicherung wird aus den Antworten zum Kurzfall gesprochen und bleibt als kurzer Tafel-/Notizeintrag sichtbar. Es kommt keine zusätzliche Präsentationsphase hinzu.

Lösungen und Besprechung

FallErwartungFachlich entscheidend
Ursprüngliches A0 → 10 → 20 → 30; „Ende“ einmalNur „gehe 10“ liegt in der dreifachen Wiederholung.
Ursprüngliches B0 → 10 → 15 → 20; „Ende“ einmalDie erste 10 liegt vor der Schleife; nur 5 wird zweimal ausgeführt.
Eigene Route ABeispielsweise 2 × 10, 4 × 5 oder 5 × 4Mindestens zwei gleich große Bewegungen, Endort 20; Varianten sind gleichberechtigt. Lösungen erst nach eigener Wahl zeigen.
Neuer Fall B0 → 10 → 15 → 20 → 25Die geänderte Zahl betrifft nur den Inhalt der Klammer.

Zentrale Sicherung an Tafel/Projektion und auf der bestehenden Notizseite: „Die Zahl am Wiederholungsblock zählt die Durchläufe. Die Klammer zeigt, was wiederholt wird. In diesen Programmen folgt ‚Ende‘ einmal nach der Schleife. Verschiedene Wege können am selben Ort enden.“ Dazu die beiden ursprünglichen Positionsspuren; der neue Fall bleibt als eigene Antwort erhalten. Die öffentliche Sicherungsseite kann beim anschließenden Abgleich genutzt werden, erst nach den eigenen Versuchen.

Hürden und passende Reaktion

BeobachtungNächster Impuls bzw. Hilfe
„Starten“ scheint wirkungslos.„Diese Stapel haben keinen Startblock. Klicke den Stapel mit 3 × 10 an.“ Nicht mit ständigem Neuladen reagieren.
A und B laufen durcheinander.Stopp, anschließend nur einen Stapel anklicken. Beide steuern denselben Rover; jeder Stapel setzt seinen Start selbst zurück. A/B anhand des Inhalts erkennen, nicht als „links/rechts“ oder „oben/unten“ festschreiben.
Bei B wird die erste 10 mitwiederholt oder „Ende“ mehrfach erwartet.Klammer mit dem Finger nachfahren; nur ihren Inhalt zweimal ausschreiben. Dann Ablauf erneut vorhersagen.
Richtige Endzahl, aber keine Ablaufvorstellung.„Wo steht er nach der zweiten Bewegung? Zeige, welcher Block diese Bewegung auslöst.“ Noch keine sichere Kompetenz aus der Endzahl ableiten.
Freie Route überfordert.„Die Station liegt bei 20. Suche gleiche Teilstrecken, die zusammen 20 ergeben.“ Erst danach bei Bedarf Wiederholungszahl begrenzen; die Schrittweite bleibt eigene Entscheidung.
Sprache/Skizze blockiert das Erklären.Leere Kästen mit Pfeilen anbieten, Wiederholung mit einer Klammer markieren. Satzanfänge: „Wiederholt wird …“, „Die erste Bewegung zählt einmal, weil …“. Mündliche Erklärung zulassen; kein neues Schreibformat verlangen.
Die Route sieht nur ungefähr richtig aus.x ablesen lassen. Spritegröße oder Stationslinie sind kein genauer Endwertnachweis.

Schrittmodus: „Ein Schritt“ ist ein Auswertungsschritt des Editors, nicht zwingend genau eine Roverbewegung. Bis zur nächsten Bewegung weitergehen und den x-Wert lesen. Für die erste Eigenarbeit den Modus beenden, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Die Schrittverfolgung unterstützt das Denken; sie ersetzt die Vorhersage nicht.

Diagnose und Anschluss an ALG-2

Die Lehrperson nutzt die vorhandene Notiz und den neuen Fall für eine knappe Rückmeldung, ohne zusätzliches Formular:

  • Bereit: B-Abfolge und Klammerbereich stimmen; neue Endposition 25 wird mit der einmaligen Anfangsbewegung begründet. Eigene Route ist nachvollziehbar. In ALG-2 regulär weiterarbeiten.
  • Noch unklar: richtige Zahl ohne passende Begründung oder unsichere Zwischenpositionen. Vor ALG-2 gezielt eine Schleife ausschreiben und mit einem kleinen veränderten Fall erneut prüfen; Unterstützung danach abbauen.
  • Grundlage fehlt: Umfang und Anzahl der Wiederholung werden verwechselt. Zuerst kurze gemeinsame Wiederholung statt direkt neuer Erarbeitung. Dasselbe richtige Ergebnis erneut abzufragen wäre keine ausreichende Nachprüfung.

Bei Partnerarbeit genügt die Erklärung der bedienenden Person nicht. Während der Eigenarbeit und beim Kurzfall auch die andere Person einbeziehen; bei unklarer Diagnose nächste Stunde kurz einzeln nachfragen. Die Diagnose wird erst nach dem realen Einsatz als erhoben dokumentiert.

Wenn Zeit oder Technik nicht reichen

Vorheriger Startcheck ist Voraussetzung für den vollständigen 45-Minuten-Ablauf. Fünf Minuten Datei-Rückkehr sind eine Planung, kein Nachweis ihrer Machbarkeit bei unbekannter Schulkonfiguration.

Bei Verzögerung zuerst freiwillige zweite Route und zusätzliche Plenumsbeiträge weglassen. Die eigene erste Route und die Erklärung zum neuen Fall schützen. Notizprodukt am Stundenende sichern. Eine misslungene Datei-Rückkehr als offen festhalten und zu Beginn der nächsten Sitzung gezielt nachholen; wenn möglich, Zeit innerhalb der vorhandenen 405 Minuten sichtbar umverteilen, ohne Pflichtziele zu streichen. Tatsächlich zusätzlich nötige Förderung gehört nach Jahrgangsbrief in das bereits vorhandene Jahreskonto von 135 Unterstützungsminuten und wird dort konkret gebucht. Kein automatischer Zuschlag zu ALG-1, keine neue Pufferstunde und keine Doppelbuchung. Bei größerem Zeitverlust muss der anschließende Ablauf anhand der tatsächlichen Diagnose neu geplant werden.

Bei Geräteausfall lassen sich Vorhersage, Skizze und eigene Route auf Papier bearbeiten; ein sichtbarer Demonstrationslauf kann den Abgleich unterstützen. Eigene Programmbedienung und Datei-Rückkehr sind dadurch nicht nachgewiesen. Wenn der neue Fall ausfällt oder keine individuellen Antworten vorliegen, beginnt ALG-2 mit einer kurzen Diagnose/Nachsicherung.

Kompakter Qualitätscheck und Rückfluss

Selbstreview anhand des Lernwerk-Prüfrasters und der bereits verwendeten Planungsgrundlagen; Fokus der WU-Prüfung: Band 1, 3 und 6. Die lokalen Exzerpte sind Planungsheuristik, kein Wirksamkeitsnachweis dieser Stunde.

  • Aktivierung/Aufgabe: vorhersagen, an der Klammer begründen, eigene Parameter wählen; Startklick allein reicht nicht.
  • Unterstützung/Sprache: auf eine Strecke begrenztes Modell, bedarfsgerechtes Ausschreiben und Satzanfänge; Lösungszahlen erst nach dem Versuch.
  • Struktur/Medien: vier ursprüngliche Zeitfenster; Projektion des Auftrags, danach Editor; kurze sichtbare Sicherung an demselben Ort. Keine neue Folien- oder Arbeitsblattfolge erforderlich.
  • Feedback/Verantwortung: Zwischenkontrolle, kurze gegenseitige Erklärung, individuelle Begründung im neuen Fall; Partnerleistung wird nicht beiden zugerechnet.
  • Fallback: Papier hält das fachliche Arbeiten aufrecht; fehlender Gerätelauf und fehlende Diagnose bleiben offen und steuern den Anschluss.
  • Wichtigster Prüfpunkt im Einsatz: Bleiben nach eigener Route und Kurzfall tatsächlich fünf Minuten für die Datei-Rückkehr? Dauer und konkrete Hürde notieren.

Gelesene Referenzen: revidierte ALG-1-Quelle 2.3, vorhandene Lehrpersonenfassung, Jahrgangsbrief und Reihenstand; Unterrichtsmanifest, pädagogisches Profil und Prüf-Gates aus dem Planungsstart. Diese Durchführungsnotiz ist eine redaktionelle Planung, keine neue Safari- oder Unterrichtsprobe.

Nach dem Einsatz hier ergänzen: tatsächlich erreichte Phase/Zeit; typische Vorhersage und ihre Begründung; welche Hilfe nötig war; neue-Fall-Antworten sicher/unsicher/nicht erhoben; Datei-Rückkehr erfolgreich/offen und Gerätekonfiguration; konkrete Konsequenz für ALG-2. Bis dahin keine Zahlen oder Lernendenbeobachtungen eintragen.

Anschluss aus Klasse 5/6 und Quereinstieg

Bekannte Anweisung, Wiederholung und Zustandsfolge am Karten- oder Zeichenbeispiel kurz wiedererkennen. In ALG-1 innerhalb des Einstiegs das Anklicken eines losen Stapels, Stopp und einen Blockzug zeigen; anschließend führt jede Person selbst aus. Wer ohne Snap-Erfahrung beginnt, sagt nur den ersten Schritt des Startstapels voraus und prüft ihn. Fachliche Erklärung und neue Bedienung getrennt beobachten. Kein zusätzlicher Einführungskurs vor den 405 Minuten.

Erprobungsstand und technische Hinweise

Erprobungsfassung für Safari. Die vollständige Geräteprüfung von Schrittmodus, Export und Wiederimport, Verbindungen und Offlineverhalten ist weiterhin offen. Gestaltung vom 25.10.2026; Aufgaben und Zeitplanung bleiben erhalten. Zum Prüfauftrag für Lehrpersonen.