Eine Lücke gehört zum Plan
Dein Auftrag Zeichne für einen Wegweiser zwei waagerechte Linien mit je zwei Rasterstücken. Dazwischen liegt genau ein leeres Rasterstück.
Ein neuer Auftrag
Beginne bei (1|1), Blick rechts, Stift unten. Die erste Linie endet bei (3|1), die zweite beginnt bei (4|1) und endet bei (6|1). Am Ende bleibt der Stift unten. hoch hebt den Stift, runter setzt ihn auf. Beide verändern den Ort nicht.
Erst planen
Skizziere die Linien und die Lücke. Ergänze deine Ablaufgrafik um den Stiftzustand. Sage voraus, wo der Stift direkt nach der Lücke steht und ob er dann zeichnet.
Die Lücke verstehen
Auch durch die Lücke muss sich der Stift bewegen. Bei welcher Bewegung darf er den Untergrund nicht berühren?
Jetzt ausführen
Entwickle deinen Code. Nutze mindestens eine feste Wiederholung für gleichartige Bewegungen. Prüfe schrittweise besonders die Lücke und nimm deinen Lauf auf.
Befehle antippen oder tippen. Die Tasten setzen am Cursor ein. In die Klammer kommen die wiederholten Befehle; die Zahl darfst du ändern.
Befehlskarte und Startzustand
vor: ein Rasterstück in Blickrichtung. rechts / links: eine Vierteldrehung am Ort. hoch / runter: Stift heben / senken. wiederhole 3 [ … ]: dieselbe Gruppe dreimal ausführen.
Start: Punkt (1|1), Blick nach rechts, Stift unten. x zählt nach rechts, y nach unten. Das Raster geht von x=0 bis 12 und y=0 bis 8. Nur rechte Winkel, feste Wiederholungen von 1 bis 9 und höchstens 200 Befehle; keine verschachtelten Schleifen. Das ist unsere kleine Zeichensprache, kein Python oder Scratch.
Sage zuerst voraus, was dein Code zeichnet.
Position und Spur
Nur ausgeführte Schritte werden aufgenommen. Ergänze deine eigene Erklärung im Protokoll unter dem Werkzeug. Änderungen am Code starten die Ausführung neu; aufgenommene Versuche bleiben erhalten.
Erklären statt nur ansehen
Ergänze die Spur: Was verändert hoch, was verändert vor? Welcher Befehl muss vor der zweiten Linie stehen? Zeige an deinem Code, wo eine andere Reihenfolge ein falsches Bild erzeugt.
Mögliche Lösung vergleichen
Eine Möglichkeit: wiederhole 2 [vor] hoch vor runter wiederhole 2 [vor]. Nach der Lückenbewegung steht der Stift bei (4|1) und ist noch oben. Vor der zweiten Linie muss er gesenkt werden. hoch und runter ändern nur den Stiftzustand; vor verändert den Ort. Fehlt runter, bleibt die zweite Linie aus. Andere gleichwirkende Codes sind zulässig.
Das kannst du jetzt erklären
Erkläre am eigenen Beispiel: Was ist eine Anweisung? Was wiederholt die Schleife? Woran erkennst du eine sinnvolle Verbesserung? Nenne eine Grenze unseres Werkzeugs.
Deine kurze Erklärung
Wenn du möchtest: hier notieren
Mögliche Lösung vergleichen
Eine Anweisung hat eine festgelegte Wirkung. Die Schleife führt alle Befehle ihrer Klammergruppe in derselben Reihenfolge mehrfach aus. Eine Verbesserung behebt eine benannte Abweichung oder erfüllt ein neues Ziel und wird überprüft. Das Werkzeug kennt nur rechte Winkel und feste Wiederholungen.
Jetzt erklärst du
Prüfe dein Ergebnis
Du erklärst Bewegung mit und ohne Zeichnen und prüfst deinen neuen Code.
Vergleiche deine eigene Erklärung mit den Kriterien. Du kannst hier, mündlich oder im Heft arbeiten.
- Die Lücke ist eine Bewegung ohne Linie.
- Ich sage Position und Stiftzustand vor der Prüfung voraus.
- Ich begründe, warum ein fertiger Lauf noch keine richtige Lösung beweist.
Abschluss
Gemeinsam sichern
Vergleicht eure Erklärungen in der Klasse. Ein gefülltes Protokoll genügt nicht: Sage einen neuen nächsten Zustand selbst voraus und begründe ihn.
Code, Vorhersagen und aufgenommene Spuren gehören zu deiner Arbeit. Sichere vor dem Schließen eine Arbeitsdatei unter „Deine Arbeit“. Deine Heftgrafik bleibt gesondert bei dir.
Antworten im Lernwerk sichern →Diese Reihe abschließen und weitergehen
Sichere Code, erste und zweite Versuchsspur sowie Änderungsgrund; deine Ablaufgrafik bleibt gesondert erhalten.
Die späteren Erinnerungsaufgaben bearbeitest du erst am vereinbarten Termin.
