Codierungen

Deine Antworten und Programme bleiben zunächst im geöffneten Lernwerk. Sichere eine Arbeitsdatei, bevor du es schließt.

Für Lehrpersonen · G6-M04

Welcher Code bringt die Nachricht ans Ziel?

Zwei vollständige Übungsvorschriften dienen dem Anwenden und begründeten Vergleichen. Eigene Modelle, keine ASCII-, Unicode- oder Braille-Tabelle.

Zeit: 180 Kernminuten. Später 7 Minuten vor M05 und 7 vor M07 aus dem Jahresabrufkonto.

Unterricht kompakt: die Einheit im Überblick →

Vorbereiten und anschließen

Digital bleibt die Tabelle auf den Arbeitsseiten neben den Aufgaben bzw. auf schmalen Displays kompakt aufklappbar. Papier: die vollständige Tabelle aus „Regeln und Tabelle“ zusätzlich bereitstellen; dort steht das Beispiel vor der Tabelle. Das Original digital zuklappen oder auf Papier abdecken. Keine Konten, Binärarithmetik oder Braillekenntnisse voraussetzen.

Der Einstieg nutzt fünf gleichzeitige aus/an-Plätze mit markierter linker Seite. Die Lernenden bilden D selbst ab und lesen E zurück. Papier mit fünf Kästchen genügt. Es wird keine reale Fernübertragung oder zeitliche Signalfolge nachgestellt. M01s Modellgrenze und M02/M03s Trennung von Befund und Vermutung wieder aufnehmen.

180 Minuten führen

Orientierung 30: Zweck 10, Regeln/Beispiel 20. Übung 40: Umwandlungen 20, Grenzen 20. Anwendung 50: Nachricht 30, eigener Fehlerversuch 20. Codewahl und Revision 30. Transfer/Sicherung 30: neuer Fall 15, Zugang 5, Erklärung/Sichern 10. Summe 180.

Möglicher Stundenrhythmus: 1 Zweck/Regeln/Übung 10/20/15; 2 Übung/Grenzen/Nachricht 5/20/20; 3 Nachricht/Störung/Revision 10/20/15; 4 Revision/Transfer 15/30. Ungeprüfte Zeitannahme. Bei Bedarf Nachricht auf fünf Zeichen verkürzen; beide Verfahren und Begründungen bleiben.

Beobachten → nächste Hilfe

Nullen fehlen? Feste Zweier- bzw. Fünferfelder zeichnen und jede Stelle besetzen. Leerzeichen fehlt? Im Original ein Kästchen für die Lücke markieren und 00/00000 zuordnen. Binärrechnung blockiert? Direkte Tabellenzuordnung genügt.

„Jede gültige Gruppe ist richtig“? RAD/SAD mit Original vergleichen. „27 heißt bestimmt O“? Beleg für die Absicht erfragen; neu senden lassen. Nicht unterstellen, dass jeder Fehler ungültige Gruppen erzeugt.

„Kürzer gewinnt“? Vorrat und Stellenbudget getrennt notieren. Beim reinen 0/1-Weg die tatsächliche Z-Folge prüfen: JA JA passt als Ausnahme auch mit Z. Flacher Braille-Ausdruck? Erhebung und tatsächlichen Ausgabeweg klären, keine Blindheitssimulation. Mündliche Erklärung und Fingerführung sind möglich.

Wer die Zuordnung beherrscht, erklärt nach Entfernen nur der Leseabstände die eindeutige Gruppierung. Bei unsicherer Tabellenarbeit einen Buchstaben vormachen, den nächsten selbst ausführen lassen. Keine starre Zusatzmenge als Belohnung für schnelles Fertigwerden.

Nachweise und Grenzen

Individuell prüfen: eigene neue Nachricht mit einem Leerzeichen; beide Codes und tatsächlich gelesene Texte; gewählter Eingriff, Tabellenbefund und begründete Korrektur; Revision; Entscheidung am NEIN-Fall. Der Fehlerversuch ist ergebnisoffen: keine unbegründete Vorhersage verlangen. Die kontrastierenden Beispiele zeigen mögliche Ergebnisse, liefern aber nicht den Befund zum eigenen Eingriff.

Formative Nachweise, keine abgesicherte Testsituation. Hilfenutzung und Selbst-/Fremdprüfung kenntlich machen. Gegen Abschreiben eine neue erlaubte Stelle codieren und rückübersetzen lassen, dann eine Bedingung ändern. Geöffnete Lösung und Häkchen sind keine Kompetenzbewertung.

Der kontrollierte Zeichenwechsel misst keine reale Fehlerhäufigkeit. Erinnerung kann Selbstprüfung erleichtern. Ein fremder Rückweg ist tatsächlicher Austausch, aber keine Pflichtkooperation. Keine privaten Inhalte nötig.

Begründete Medienwahl

Die eigene Lampengrafik zeigt feste Plätze und Zustände; kein zeitliches Blinken, daher kein Video nötig. Die Codetabelle steht bei der Arbeit. Teilaufträge gliedern die ersten Umwandlungen; beim eigenen Produkt nehmen Hilfen ab. Native aufklappbare Bereiche verdecken das Original, während beide Codes zugänglich bleiben. Kein automatischer Konverter: Zuordnen und Gruppieren bleiben Eigenleistung.

Der ruhende Rückweg und das Schema zu gedruckten/erhöhten Punkten machen Beziehungen sichtbar. Der zweite Vergleich ist keine Brailletabelle und kein tastbares Material. Einen tatsächlichen taktilen Zugang müsste man mit der Person prüfen; keine Blindheitssimulation. Papier hat beim Abdecken bzw. beim Tausch mit einer anderen Person dieselbe fachliche Funktion.

Eigene Texte und Schemata. Vorhandene Primärquellen ordnen Braille/Unicode ein; keine fremde Tabelle übernommen. Aktives Mapping S. 37. Externe Quellen sind nicht zur Lösung nötig. Die Modelle treffen keine Aussage über reale Geschwindigkeit oder Fehlerraten.

Späterer Abruf und Erprobung

Je sieben Minuten vor M05 und M07: 14 aus dem bestehenden 90-Minuten-Jahreskonto, außerhalb der 180 Kernminuten. Erst Regel/Zweck erinnern, dann Tabelle für Zuordnungen benutzen. Kein Auswendiglernen des Alphabets. 38 Jahres-UE sind unbestätigt.

Zweiter Abruf: konkreter Originaltext fehlt bewusst. A, J und Leerzeichen ergeben nur 0/1 auch im Z-Code; die tatsächliche Folge entscheidet. Nachfragen ist hier eine fachliche Leistung.

Nach Erprobung ohne Namen notieren: Zeit, Gruppen-/Leerzeichenfehler, eigene Rückübersetzung, Codewahl und Hilfebedarf. Reale Schulgeräte, Bildschirmleser und physischer Druck sind gesondert zu prüfen.

Jahrgangsreview: Kernzeit und Kalendertermine

Die genannten Kernblöcke beschreiben die Abfolge innerhalb dieser Reihe. Die vollständigen 45-Minuten-Termine einschließlich Abrufen, Förderung, Organisation und Puffer stehen im gemeinsamen Jahresplan. Nur den im Abrufregister bezeichneten Teil bearbeiten; nicht ein ganzes Blatt zusätzlich zählen.

Fachliche Ergebnisse am vereinbarten Ort aufbewahren. Lernwerk-Arbeitsdatei und externe Produktdateien getrennt sichern; persönliche Reflexionen und Hilfeanliegen nicht in die Jahrgangssammlung aufnehmen.

Individueller Prüfpunkt innerhalb der vorhandenen Aufgabe

Jede Person liest ihre veränderte Gruppe ohne Original zurück. Bei Gleichsetzung gültig/richtig eine gültige andere Gruppe wählen lassen; vorhersagen, zurücklesen und Unterschied erklären.

Der Prüfpunkt liegt im Lernschritt „Eine Stelle verändern und prüfen“. Er ersetzt eine allgemeine Rückblickfrage innerhalb der vorgesehenen Phase. Beobachten Sie zunächst eigenständiges Handeln; die Hilfe wird nach Bedarf geöffnet. Der erneute Versuch prüft dieselbe Hürde, er eröffnet keine zusätzliche Pflichtphase.

Sicherung: Codieren braucht feste Zuordnung und erkennbare Grenzen zwischen Zeichen. Beispiel: Eine veränderte Bitgruppe kann weiterhin ein erlaubter Buchstabe sein, obwohl die Nachricht falsch ist. Grenze: Tabellengültigkeit garantiert weder richtige Übertragung noch richtige Bedeutung.

Alle Lernschritte und Einzelmaterialien
  1. Eine Nachricht ohne Buchstaben: Eine eigene Lampenfolge, ein zurückgelesener Buchstabe und eine Erklärung. Einzelmaterial
  2. Regeln und Tabelle: Du kannst ein Zeichen in beide Richtungen zuordnen und die Nullen erklären. Einzelmaterial
  3. In beide Richtungen üben: Zwei eigene Codes, zwei gelesene Wörter und ein codiertes Leerzeichen. Einzelmaterial
  4. Wo scheitert die Rückübersetzung?: Drei begründete Fehlerdiagnosen. Einzelmaterial
  5. Deine eigene Nachricht: Deine Nachricht, zwei selbst geschriebene Codes und beide zurückgelesenen Texte. Einzelmaterial
  6. Eine Stelle verändern und prüfen: Eine selbst veränderte Gruppe, der zurückgelesene Text und eine Erklärung, was ohne Original offenbleibt. Einzelmaterial
  7. Prüfen, auswählen, überarbeiten: Codewahl und Vorher-Nachher-Vergleich. Einzelmaterial
  8. Passt einer der Codes wirklich?: Ein begründetes Urteil und gesicherte eigene Arbeit. Einzelmaterial
  9. Mit Abstand wieder erklären: Zwei zeitlich getrennte Erklärungen mit Korrektur. Einzelmaterial
Planungsbezug, Quellen und Herkunft

Planungsbezug: 3.1.2.2(9), 3.1.2.2(10), 3.1.2.2(11). Aktives Mapping zur Anhörungsfassung 21.09.2026, Planung dee82ec. Zwecke erklären, zwei Vorschriften anwenden und passend wählen. Beispielverfahren sind keine vollständige Pflichtliste. Kein Braillekurs oder Nachweis realer Fernübertragung.

Quellen und Herkunft

Eigene Lerntexte und Darstellungen: IuM-Lernwerk · CC BY-SA 4.0. Verlinkte Originalquellen behalten ihre eigenen Nutzungsbedingungen.

  • IuM-Anhörungsfassung Gymnasium · 21.09.2026 · Baden-Württemberg · Amtliche Quelle verlinkt; keine offene Lizenz übernommen · geprüft 2026-10-04 · Aktives Mapping G6-M04 auf dee82ec, S. 37: 3.1.2.2(9–11). Keine Behauptung aktueller Inkraftsetzung.
  • Wie die Brailleschrift funktioniert · Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband · Verlinkte Primärquelle; keine fremden Abbildungen oder Tabellen übernommen · geprüft 2026-10-05 · Sechs tastbare Punkte und Empfängerkenntnis; nur Zweckbeispiel, kein Braillekurs.
  • Unicode: Grundfragen zur Zeichencodierung · Unicode Consortium · Verlinkte Primärquelle; keine fremden Abbildungen oder Tabellen übernommen · geprüft 2026-10-05 · Standardisierte Zuordnung; Z und B sind ausdrücklich eigene Übungscodes.
  • Unicode: UTF-8, UTF-16 und UTF-32 · Unicode Consortium · Verlinkte Primärquelle; keine fremden Abbildungen oder Tabellen übernommen · geprüft 2026-10-05 · Keine Gleichsetzung mit unserem Fünf-Bit-Modell.

Einordnung in den gemeinsamen Jahresplan

Die angegebenen Kernblöcke sind keine zusätzlichen Kalenderstunden. 180 Kernminuten werden im 38-UE-Beispielplan zusammen mit Abrufen und Organisationszeit eingeordnet. Unmittelbare Übung innerhalb der Reihe bleibt im Kern, spätere R-Aufträge im eigenen 90-Minuten-Konto.

Im bestehenden Lampeneinstieg D darstellen und E zurücklesen. Bei einer Lücke die linke Seite und fünf Plätze markieren; keine Werbeaufgabe zusätzlich wiederholen.